Werthmanns Bilder entstehen in einem vielteiligen Prozess. Die einzelnen herausragenden Bildelemente, beziehen sich oft auf Fotos, die er selbst gesammelt oder aufgenommen hat.

 

Goat
2014
204 x 254 cm

 

Narathiwat I
2014
204 x 304 cm

 

Narathiwat II
2014
204 x 304 cm

 

Jenny I
2015
284 x 198 cm

 

Jenny II
2015
284 x 198 cm

 

Landscape X
2015
154 x 204 cm

 

Narathiwat III
2015
204 x 304 cm

 

Epilogue I
2016
304 x 402 cm

 

Epilogue II
2016
304 x 402 cm

 

Foam I
2016
152 x 201 cm

 

Foam V
2016
201 x 152 cm

 

Foam VI
2016
201 x 152 cm

 

Foam VII
2016
201 x 152 cm

 

Orange Oil
2016
204 x 130 cm

 

Beirut II
2017
204 x 254 cm

 

Epilogue III
2017
204 x 144 cm

 

white tiles I
2017
284 x 201 cm

 

white tiles II
2017
284 x 201 cm

 

white tiles III
2017
284 x 201 cm

 

white tiles IV
2017
284 x 201 cm

 

Zur Person:

Martin Werthmann lebt und arbeitet in Berlin. Geboren 1982, studierte der Bildhauer von 2004-2009 an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste in der Klasse von Andreas Slominski, bei Wim Wenders, Fathi Akin und Daniel Richter. Seine Arbeiten, umfassen ein bildnerisches Werk, was fast ausschließlich aus großformatigen monotypischen Holzschnitten besteht, sowie Installationen.

Zum Prozess: Werthmanns Bilder entstehen in einem vielteiligen Prozess. Die einzelnen herausragenden Bildelemente, beziehen sich oft auf Fotos, die er selbst gesammelt oder aufgenommen hat. Ausgehend von diesen Fotos schneidet er Strukturen oder Bildelemente in große Holzplatten, die er dann in zahlreichen Schichten collageartig zusammen druckt. Die Formate sind meist größer als 2 x 3 Meter – Dimensionen die für Bilder bereits groß sind, für Holzschnitte aber einzigartig.
Zum Werk: Werthmanns Motive und Elemente spannen einen eindrucksvollen Bogen zwischen aktuellen Ereignissen oder Erscheinungen – und archetypischen Bildmotiven, die sich obwohl sie Bezüge zu realen Dingen haben, zeitweise ganz in Strukturen auflösen.
Die Narathiwat-Serie aus drei Bildern, bezieht sich zum Beispiel auf einen vereitelten Anschlag in der thailändischen Provinz Narathiwat in 2011. Die Bombe, die im Kofferraum eines Autos untergebracht war explodierte während der Entschärfung. Zum Glück des Bomben-Entschärfers lag die Bombe im Kofferraum auf der gegenüberliegende Seite von wo er sich gerade befand. Er überlebte die Explosion.
Drastische Motive wie diese kombiniert Werthmann mit Sonnenuntergängen, Berglandschaften, geometrischen Elementen oder Strukturen von Schaum und Wasser. Nur auf den ersten Blick wirken die Bilder sehr ästhetisch, doch diese reine Ästhetik wird schnell gebrochen durch eine subtile Brutalität, die einerseits durch die Inhalte transportiert wird, anderseits durch die Dynamik der Bilder.

English version

Los Angeles Times, by Leah Ollman, June 28, 2016
Martin Werthmann’s huge, engrossing woodblock prints recall the surfaces of paintings that have been built up in layers and then sanded down in areas, revealing glimpses of the history of their own making.
In the Berlin artist’s work, stratification and discontinuity are actively in play, yielding a sense of cohesion interrupted.
Related prints on the artist’s website feature female nudes and other recognizable figures, and the show’s press release describes his use of found images of car accidents and other catastrophes, but there are few identifiable subjects in the six pieces at Wilding Cran Gallery in L.A. that constitute Werthmann’s first solo U.S. show.
A bridge appears in two prints and a seascape in another, but the overall lack of specificity is not a detriment. Teeming patterns propel our eyes into restless motion and our minds into an animated, agitated, delectable state of disorientation.
The inked layers oscillate between conjuring the fluidity of water and the mottled granularity of stone. Werthmann organizes each massive monoprint (a two-panel piece here measures about 10 by 13 feet) collage-style, as an assembly of geometric and organic shapes, setting passages aflame with burnt orange against areas of cool cobalt. The spaces are ambiguous and the imagery diffuse, but experience of the work is fully immersive.

 

Biografie

Geboren 1982, lebt und arbeitet in Berlin

2004-2009
Studium der freien Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg in der Klasse von Andreas Slominski, so wie bei Wim Wender, Fatih Akin und Daniel Richter

Veröffentlichungen (Auswahl)

2011
“Kunst Welten“, 100 Zeitgenössische Deutsche Künstler: Tony Cragg, Eli Cortinas, Anton Henning, Peter Piller, Thomas
Rentmeister, Rosemarie Trockel, Günther Ücker, Jorinde Vogt, Martin Werthmann, u.m.
Boesner Verlag 2011 ISBN: 978-3-9280-0300-1

2010
”Arbeit am Bild“ Ein Album für Michael Diers, herausgegeben von Stefen Haug, Hans
Georg Hiller von Gaertringen, Caroline Philipp, Sonja M. Schultz, Merle Ziegler & Tina Zürn.
Verlag der Buchhandlung Walter König 2010, ISBN: 978-3-86560-825-3

2009
”obwohl ich schlief, als er warf “ herausgeben von: Sophie Victoria van der Weiden, mit Beiträgen von:
Dr. Barbara Scheuermann, Dr. David Hornemann von Laer, Vaclav Donar und Juliane Katherine Mendelsohn.
Remshalden 2009 ISBN 978-3-937950-29-7

Ausstellungen und Projekte (Auswahl)

2016
„Eclectic Stories II“ Längengrad 10 Kunstraum, Hamburg, Deutschland

2016
„Eclectc Stories“ Kunstraum Linie, Berlin, Deutschland
„Blude Gold“, Gruppenausstellung, Galerie Etemad, Teheran, Iran

2015
“Paperworks II”, mit Daniel Richter, Georg Baselit und Christian Awe, TS art projects, Berlin, Deutschland
“Mutual Accidents”, TS art projects, Berlin, Deutschland
“Stock show”, Galerie Nossbaum & Reding, Luxembourg, Luxembourg

2014
“Vortex”, Art Centre, Aix en Provence, France
“Sleepless Cheerleader”, McNamara Art Projects, Hong Kong, China

2012
“Folie a deux”, Gallery Etemad, Teheran, Iran
“Miscellaneous”, Accelor Mittal foundation, Luxembourg, Luxembourg

2011
„Undoubtedly“, mit Slawomir Elsner, Kasseler Kunstverein Fridericianum, Kassel, Deutschland
“Representing Berlin“, Ausstellung mit: Stephan Balkenhol, Karin Sander, Anton Henning, Stella Hamberg, Ole Aselmann, Olaf Nicolai,
Carsten Nicolai, Remy Markowitsch, Martin Eder, Fischer/el Sani, Wilhelm Müller, German Embassy, Teheran, Iran

2010
Kunstverein, Magdeburg, Deutschland

2009
Weltplanungsbüro # 001, Westwerk, Hamburg, Deutschland
„obwohl ich schlief, als er warf “ Hochschule für bildende Künst Hamburg, Deutschland.

2008
“Constructive Mismatch“, Art Academy Dundee, Scotland

2007
“Von der Resignation, die zur Langeweile wurde“, Kunstverein Linda, Hamburg, Deutschland
“24/7artproduction“, ein Projekt des documenta 12 Rahmenprogramms, Kassel, Deutschland
“Aktzeichnen unter Freunden, die Klasse Immendorf stellt aus“, Hochschule für bildende Künste Hamburg, Deutschland

2006
“Index 2006“, Kunsthaus, Hamburg, Deutschland
“Plattform #3“, Kunstverein Hannover, Deutschland

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